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Ines Doujak >Geistervölker< Kunsthalle Wien

1 Oct 2021 – 16 Jan 2022
Mit Geistervölker präsentiert die Kunsthalle Wien eine umfassende Einzelausstellung der österreichischen Künstlerin Ines Doujak (geb. 1959 in Klagenfurt, lebt und arbeitet in Wien). Die Schau beschäftigt sich mit den Geschichten von Pandemien, der Übertragung von Viren sowie ihrer Beziehung zum weltweiten Handel und zu den aktuellen ökonomischen, mikrobiologischen und ökologischen Krisen. Anhand von Fragmenten geht die Künstlerin den Ursprüngen von Pandemien im Lauf der Geschichte nach; dabei betrachtet sie diese Krankheiten im Zusammenhang mit einer globalen Ökonomie, die auf der Logik der Extraktion beruht und durch die juristischen Instrumente des Kolonialismus und den Spätkapitalismus ermöglicht wird.

Kurator*innen: What, How & for Whom / WHW (Ivet Ćurlin, Nataša Ilić und Sabina Sabolović)
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Margot Pilz >Selbstauslöserin< Kunsthalle Krems

23 Oct 2021 – 3 Apr 2022
Die 1936 in Haarlem (Niederlande) geborene, seit 1954 in Österreich lebende Künstlerin Margot Pilz zählt seit den frühen 1980er-Jahren international zu den bedeutenden feministischen Künstlerinnen. Als eine Pionierin der Medienkunst arbeitet sie konzeptuell und experimentell im Bereich Fotografie, Video, digitale Skulptur, Performance und Installation. In den 1970er-Jahren ist Pilz als Fotografin tätig und engagiert sich in der Frauenbewegung. Ihre Festnahme von der Polizei beim dritten Frauenfest 1978 in Wien und der entwürdigende Umgang mit ihr ist eine Initialzündung zur Arbeit als Künstlerin. Die wesentlichen Schwerpunkte ihrer Arbeit – die Auseinandersetzung mit dem Individuum im Verhältnis zur Gesellschaft, die Stellung der Frau und ganz existentielle Fragestellungen – ziehen sich wie ein roter Faden durch ihr über 40 Jahre umfassendes Werk.

Ihre innovativen Arbeiten im Bereich der Medienkunst aus den frühen 1990er-Jahren zeigen, wie neugierig und experimentell Pilz mit den damals neuen Medien arbeitete. Sie war eine der ersten, die sich intensiv mit den Möglichkeiten des Einsatzes von Computern für die künstlerische Arbeit auseinandersetzten.

In der zentralen Halle entsteht eine Installation der Künstlerin, die sich auf ihr Konzept Kaorle am Karlsplatz bei den Wiener Festwochen aus dem Jahr 1982 bezieht. Rund um das Wasserbecken vor der Karlskirche ließ Pilz damals einen Strand mit einer Palme aufschütten. Für Krems wird eine ernüchternde neue Version im Wissen um die Zerstörung der Natur realisiert. Eine Strandinsel im geschlossenen Raum, der Strand nicht aus Sand, sondern aus Mikroabfällen und Plastikmüll.

In den letzten Jahren hat sich Margot Pilz mit ihrem Altern, dem schonungslosen Prozess der körperlichen Veränderung und des eigenen Umgehens damit beschäftigt. Die Arbeiten haben eine ungeheure Kraft, sind nicht wehleidig, beschönigen nichts und zeugen von großer Neugier und ungebrochenem künstlerischen Elan.

Kurator: Andreas Hoffer

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