Biography

Maria Legat malt heftige Bilder. Wenn Maria Legat sich „Und zur Lage der Welt“ den Kopf zerbricht, dann sieht das zwar feingliedrig aus, die Farben sind es nicht die brüllen. Aber es reißt einem den Boden unter den Füßen weg. „Ich sehe die Welt in einem schrecklichen Zustand“ hat sie einmal in einem Interview gesagt. Und wir sehen es mit ihr. Kein Wunder, dass es Betrachter*innen die kleinen, feinen Härchen auf den Unterarmen aufstellt. Mit dem berühmten Kampf gegen Windmühlen vergleicht Maria Legat ihr Leben am Land im konservativen Umfeld. Wenn man ihre Bilder anschaut, sieht man: Sie ist auch selbst die Windmühle. So ist das mit den Gleichzeitigkeiten im Leben. „Ich glaube, dass in der Kunst viel Mut und Energie für Revolution ist“, sagt Legat.  
Text: Julia Püringer
 
Maria Legat, geboren 1980 in Kärnten, besuchte die Ortweinschule für Kunst & Design in Graz und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Ashley Hans Scheirl »Kontextuelle Malerei« sowie bei Daniel Richter den »Erweiterter malerischen Raum«. In ihren großformatigen Malereien auf ungrundiertem Leinen sie stellt sich eigensinnig den Komplexitäten unserer Zeit.
 
Maria Legat stellte unter Anderem im Künstlerhaus Graz, in der Kunsthalle Wien, im Kunsthaus Mürz und in der Salzburger Institution 5020 sowie mit der Galerie3 in zahlreichen Kunstmessen aus. 2018 schuf sie für den Salzburger Kunstverein eine 10 Meter lange Arbeit in situ. 2019 lud die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien sie zu einer Gegenüberstellung mit Hieronymus Bosch ein. Zur vielbeachteten Ausstellung > Bosch & Legat, Maria Legat: Und zur Lage der Welt < erschien ein gleichnamiger Katalog. Für ihr Diplom erhielt Maria Legat den Preis der Gesellschaft der Freunde der Künste. 2019 wurde sie mit dem Förderpreis des Landes Kärnten für Bildende Kunst und dem renommierten Anerkennungspreis Strabag Artaward International ausgezeichnet. 2022 erhält sie den Würdigungspreis des Landes Niederösterreich und nimmt an einer Ausstellung des Wiener Beldvedere teil. 


Arbeiten von Maria Legat sind in der Sammlung des Museums Moderner Kunst Kärnten, der Sammlung des Landes Niederösterreich, der Strabag Artcollection und zahlreichen privaten Kunstsammlungen vertreten.
 

EN
 

Maria Legat paints intense pictures. When Maria Legat racks her brains "And on the state of the world," it looks delicate, the colors aren't roaring. But it pulls the rug out from under your feet. "I see the world in a terrible state" she once said in an interview. And we see it with her. It's no wonder that it makes the small, fine hairs on the forearms of viewers stand up. Maria Legat compares her life in the countryside in a conservative environment with the famous fight against windmills. When you look at her pictures, you see that she is also the windmill herself. That's how it is with simultaneities in life. "I believe that in art there is a lot of courage and energy for revolution," says Legat.  
Text: Julia Püringer
 
Maria Legat, born in Carinthia in 1980, attended the Ortwein School of Art & Design in Graz and studied "Contextual Painting" at the Academy of Fine Arts in Vienna with Ashley Hans Scheirl as well as "Extended Painterly Space" with Daniel Richter. In her large-format paintings on unprimed linen she obstinately confronts the complexities of our time.
 
Maria Legat has exhibited at Künstlerhaus Graz, Kunsthalle Wien, Kunsthaus Mürz, and Salzburg's Institution 5020, among others, and with Galerie3 at numerous art fairs. In 2018 she created a 10-meter-long work in situ for the Salzburg Kunstverein, and in 2019 the Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien invited her to a juxtaposition with Hieronymus Bosch. A catalog of the same name was published for the highly acclaimed exhibition > Bosch & Legat, Maria Legat: And on the state of the world <. For her diploma Maria Legat received the prize of the Gesellschaft der Freunde der Künste. In 2019, she was awarded the Förderpreis des Landes Kärnten für Bildende Kunst and the prestigious recognition award Strabag Artaward International. In 2022 she received the Würdigungspreis of the province of Lower Austria and participated in an exhibition of the Vienna Beldvedere. 
 
Works by Maria Legat are represented in the collection of the Museum of Modern Art Carinthia, the collection of the Province of Lower Austria, the Strabag Artcollection and numerous private art collections.


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