Elisabeth Wedenig

> Being An / No Island <

Elisabeth Wedenig | 2020 | Eiland | 100 x 140cm | Foto Peter Schaflechner | Galerie3
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An der Kajütwand: Surprise, surprise
Kunst zum Schenken

Galerie3 Velden
Klagenfurter Straße 14
9220 Velden am Wörthersee

Ab: Samstag, 28. November 2020
Laufzeit: 28. November 2020 – 21. März 2021

Die Ausstellung ist durch das Schaufenster einsehbar.
Parkplatz direkt vor der Galerie.

Öffnungszeiten in der Adventszeit 2020
In den beiden Wochen vor Weihnachten,
am Donnerstag, den 10. & 17. Dezember sowie
am Freitag, 11. & 18. Dezember,
jeweils von 15 – 18 Uhr arbeitet die Künstlerin im Galerieraum und die Ausstellung verändert sich. Sie können Elisabeth Wedenig durch das Fenster zusehen (und wenn gerade rechtlich möglich auch eintreten.)

An den letzten beiden Adventsamstagen,
am 12. & 19. Dezember, ist die Galerie3 Velden von 15 – 18 Uhr geöffnet.

Kontaktieren Sie uns jederzeit auch telefonisch.
Bitte vereinbaren Sie ab den 7. Dezember gerne einen individuellen Termin, auch am Wochenende.

Being An / No Island

Erinnerungsorte poppen wie imaginäre Inseln auf, vermischen, überlagern und erneuern sich. Die Erfahrung in anderen Ländern durch sprachliche und kulturelle Barrieren auf sich allein zurückgeworfen zu werden und wenn auch nicht vom Menschen abgeschnitten, so doch in einer gewissen Isolation mit sich und seinen Gedanken war im Herbst 2019 für die Kärntner Malerin Elisabeth Wedenig die Basis für das Projekt Being An / No Island, das mit dem Saatsstipendium für Bildende Kunst 2020 unterstütz wurde. Ausgehend von ihren letzten umfassenden Reisen, Inselerfahrungen und letztendlich der unerwarteten Selbstisolierung, dreht sich ihr jüngstes Projekt um die Frage, in wieweit Abgrenzung möglich ist. Können wir überhaupt allein sein oder sind wir immer Teil des Ganzen, wie auch schon John Donne in einem Gedicht meinte: „No man is an island“. In der Arbeit, die als Einzelausstellung in der Galerie3 in Velden präsentiert wird, geht es der Künstlerin darum eine Darstellung zu finden die sich zwischen Isolierung und Zusammenhalt bewegt.

Zu Beginn der Ausstellung werden die Bilder klassisch gehängt. Formal gesehen ist dabei jede Bildfläche eine konkrete Ein- und Abgrenzung zum Raum und damit für sich eine Insel – eine imaginäre Welt im Meer der Realität (nach dem spanischen Philosophen Jose Ortega y Gosset). Es handelt sind um Orte der Fiktion, der Mythen, des Rückzugs und der Einsamkeit. Letztendlich ist jedoch eine Insel nur an der Oberfläche isoliert. Sie ist fest mit dem Boden verbunden. Etwas Schwimmendes ist keine Insel. Auch in der Ausstellung bleiben die Bilder nicht isoliert. Die Künstlerin arbeitet einen Tag pro Woche in der Galerie, um Verbindungen zwischen den Bildinseln zu schaffen. Die Ausstellung wird bis März laufend verändert und der Arbeitsprozess gilt erst am Ausstellungsende als abgeschlossen.

Parallel zur Ausstellung im Galerierienraum finden isolierte Satellitenausstellungen – leaving the island to become an island – statt. Diese fungieren als Erweiterung der Ausstellung über die Grenzen des Galerienraumes hinaus. Einzelne Arbeiten – Insulaner – finden Isolierung in Privaträumen oder an Arbeitsplätzen, die für ein externes Publikum nicht zugänglich sind. In ihrer Gesamtheit werden sie, wenn auch geografisch verteilt, zu einer gemeinsamen Projektausstellung, die digital mitverfolgt werden kann.